06.03.2018

Auf zu neuen Ufern - So begründest Du einen Jobwechsel am besten 

Vor gar nicht allzu langer Zeit war es üblich, 40 Jahre oder sogar länger in demselben Unternehmen zu arbeiten. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch stark geändert. So ist ein ein- oder mehrmaliger Jobwechsel für viele Arbeitnehmer keine Seltenheit mehr. Im Gegenteil, viele Menschen suchen nach einiger Zeit in einem Unternehmen gezielt eine neue Stelle, um sich weiterzuentwickeln, die eigene Karriere zu fördern oder aus vielen weiteren Motivationen heraus. Bei der Bewerbungsolltest Du einen solchen Wechsel jedoch gut begründen. Ansonsten entsteht bei deinen neuen Vorgesetzten der Eindruck, Du würdest womöglich einer Kündigung deines alten Arbeitsplatzes zuvorkommen wollen oder es ginge dir einfach nur um ein besseres Gehalt. Darüber hinaus zeugt eine fehlende oder schwache Begründung von leichtfertigen, nicht durchdachten Entscheidungen. 

Zumeist lässt sich der Jobwechsel jedoch nachvollziehbar erklären. Beziehe hierzu nachfolgende Punkte in deine Überlegungen ein, so dass Du deinen neuen Chef während der Bewerbung überzeugen kannst, dass der Wechsel sinnvoll und auch für die neue Firma eine Bereicherung ist. 

Gut überlegte Entscheidung - Warum willst Du deinen Job wechseln?

Bevor Du dich für eine neue Arbeitsstelle bewirbst und zum Jobinterview gehst, solltest Du dir zunächst genau überlegen, ob und warum Du eigentlich deinen Job wechseln möchtest. Nur so kannst Du selbstbewusst und stimmig Fragen zu deinen Motiven beantworten. Häufig kommt der Gedanke an einen Wechsel in den Sinn, wenn es im aktuellen Job nicht mehr hundertprozentig rund läuft. Versuche jedoch Kurzschlusshandlungen zu vermeiden und denke zuvor eingängig darüber nach, ob der Wechsel des Arbeitgebers in deiner aktuellen Situation von Vorteil ist. 

Falls Du unsicher bist, kannst Du hierzu eine Liste mit Vor- und Nachteilen deines aktuellen Jobs erstellen. So erkennst Du gleichzeitig, aus welchen Gründen Du nicht mehr für deinen aktuellen Arbeitgeber arbeiten möchtest. Mache dir klar, wie sich deine aktuelle Arbeitssituation für dich anfühlt, ob Du etwa ständig frustriert oder gelangweilt bist, keine Herausforderungen auf dich warten, Du zu viel Zeit für zu wenig Gehalt investierst und täglich erschöpft bist. Bedenke auch, dass sich solch eine Situation unter Umständen zunächst durch Gespräche mit den Verantwortlichen des Unternehmens regeln lassen. Mitunter erhältst Du andere Aufgaben oder wirst in eine andere Abteilung versetzt. Bespreche dich außerdem mit Freunden und deiner Familie und stelle ihnen deine Situation dar. Erkläre ihnen detailliert, warum Du den Job wechseln möchtest. Hierdurch erhältst Du bereits ein gutes Feedback, ob der Jobwechsel wirklich so sinnvoll ist. Letztendlich sollte es jedoch deine eigeneEntscheidung sein, den Job zu wechseln, auch wenn diese natürlich nicht gänzlich an der Familie vorbei getroffen werden sollte, besonders wenn Kinder im Spiel sind.

Danach solltest Du dich fragen, ob die Vorteile des Wechsels die Nachteile überwiegen. Bedenke, dass unter Umständen sehr stressige Zeiten auf dich zukommen und die neue Arbeitsstelle für dich daher immer einen Mehrwert darstellen sollte. Hast Du dich dann für eine Umgestaltung deines Arbeitslebens entschieden, solltest Du diese sehr gut begründen können. Nachfolgend haben wir daher einige gern gesehene Gründe für einen Jobwechsel zusammengestellt. 

Gründe für einen Jobwechsel, die dein neuer Chef verstehen wird

Wie bereits erwähnt, ist ein Jobwechsel heutzutage keine Seltenheit mehr und wird im Jobinterview im Normalfall nicht zum Problem, wenn er gut begründet werden kann. Hierfür solltest Du jedoch deine Strategie und Gedanken nachvollziehbar darlegen und dabei klar und offen erklären, was Du dir in der Zukunft vorstellst. Lasse Unstimmigkeiten, die deine alte Firma betreffen, soweit es geht aus dem Spiel und entschuldige deine Entscheidung nicht. Rufe dir die Jobbeschreibung des Unternehmens in Erinnerung und schildere, welche Punkte dich dazu gebracht haben, deine Bewerbung abzuschicken. Fokussiere dich auf die Chancen, die sich dir bieten und was Du besonders interessant an der neuen Position findest. Erwecke zudem den Eindruck, dass Du für viele Jahre für die neue Firma arbeiten möchtest und ein weiterer Wechsel nicht vorgesehen ist. 

Punkte, die Du zur Begründung des Jobwechsels anbringen kannst, sind etwa folgende:

1. Neue Herausforderungen

Wenn Du in deinem aktuellen Job bereits alle Fallgestaltungen, Lösungen und Strategien kennst, kann dies große Sicherheit bieten. Andererseits hast Du vielleicht das Gefühl, dass die Arbeit langweilig wird und es keine Herausforderungen mehr gibt. Wenn Du also etwa an größeren Projekten mitarbeiten, neue Aufgabenbereiche erschließen, ein anderes Produkt entwickeln oder zum Manager aufsteigen willst, ist dies sicherlich ein verständlicher Wechselgrund. Stelle jedoch zuvor sicher, dass deine neue Arbeitsstelle diese Herausforderungen auch tatsächlich bietet.

2. Berufliche Weiterentwicklung

Eng verknüpft mit den neuen Herausforderungen ist zudem die berufliche Weiterentwicklung, die Du bei Fragen nach Gründen des Jobwechsels ebenfalls ins Feld führen kannst. Unter Umständen möchtest Du neue Fähigkeiten erlernen, dich weiterbilden oder mit Experten des neuen Unternehmens in Kontakt treten. Eine Weiterentwicklung kann darüber hinaus auch durch eine höhere Position erfolgen. Bietet deine alte Firma die Möglichkeit des Aufstiegs nicht, so ist ein Wechsel die logische Folge, solltest Du Ambitionen haben, in die Führungsriege aufzusteigen. 

Eine sehr gute Begründung ist ferner geboten, wenn Du eine ganz neue Branche kennenlernen möchtest. Für einen kompletten Berufswechsel solltest Du bereits Erfahrungen auf dem jeweiligen neuen Gebiet nachweisen können. Möglich ist es auch, dass Du überzeugend darlegst, dass deine bisherigen Kenntnisse auch in der neuen Branche von Nutzen sein werden. 

3. Internationale Karriere

Schon längst haben sich die Märkte geöffnet und Geschäfte werden nicht nur im eigenen Land abgeschlossen. Aus diesem Grund sind internationale Erfahrungen ein hervorragendes Sprungbrett für eine steile Karriere. Nicht alle Firmen bieten jedoch die Möglichkeit, sich international zu orientieren. Auch in diesem Falle macht ein Jobwechsel daher Sinn und kann eben mit internationalen Ambitionen erklärt werden. 

4. Wechsel aus familiären Gründen

Einen solch privaten Grund musst Du nicht unbedingt offenlegen. Es hilft jedoch, deine Motive für einen Wechsel zu verstehen, wenn Du offen erklärst, dass beispielsweise dein Partner bzw. deine Partnerin in der Stadt des Unternehmenssitzes arbeitet und Du zu ihm bzw. ihr ziehen möchtest. Auch eine zeitlich passendere (Teilzeit-)Arbeit, um deine Kinder besser betreuen zu können, wäre ein möglicher Grund für einen Jobwechsel. Mache jedoch deutlich, dass Du trotzdem genug Zeithaben wirst, deinen Job zu erledigen. 

5. Anderer Firmentypus

Wer jahrelang in einem großen Konzern mit zahlreichen Vorgesetzten gearbeitet hat, will unter Umständen ein mittelständisches Unternehmen oder StartUp kennenlernen. Hier sind die Hierarchien oftmals flacher und auch das Arbeitsklima, Tempo und Strategien unterscheiden sich deutlich. Wenn Du deinen aktuellen Job aus diesem Grund aufgeben möchten, solltest Du zuvor genau überlegen, ob dieser Firmentyp wirklich mit deiner Arbeitsweise übereinstimmt. 

Wechselmotive, die der neue Arbeitgeber nicht gerne hört

Einige Wechselmotive sind zwar grundsätzlich nachvollziehbar. Sie hinterlassen beim neuen Arbeitgeber jedoch einen bitteren Nachgeschmack, der dich unter Umständen die neue Arbeit kosten könnte.

1. Mehr Geld

Natürlich geht es bei einem Wechsel der Arbeitsstelle häufig um finanzielle Aspekte. Nur selten würde ein Arbeitnehmer eine weniger gut bezahlte Arbeitsstelle bevorzugen. Dennoch solltest Du dies im Jobinterview nicht vordergründig erwähnen. Andernfalls wird dir unter Umständen unterstellt, dass es dir ausschließlich um dein Gehalt nicht aber um das neue Unternehmen an sich geht. Zudem entsteht der Eindruck, dass Du die Firma gleich wieder verlassen würdest, sollte ein anderer Betrieb dir ein höheres Gehalt bieten. 

2. Mehr Zeit

Viele Arbeitnehmer möchten gerne mehr Freizeit haben, um diese gegebenenfalls mit Freunden und der Familie nutzen zu können. Dies ist nur allzu nachvollziehbar. Andererseits könnten die neuen Chefs auf die Idee kommen, dass Du nur auf Sparflamme arbeitest und dir dein Privatleben viel wichtiger ist als deine Arbeit. Dies spricht nicht gerade für deine Leistungsfähigkeit.

3. Prestige

Unter Umständen hast Du die Chance, von einem mittelständischen Betrieb in einen international anerkannten Konzern zu wechseln. Dies bietet natürlich zahlreiche Chancen und gute Karrieremöglichkeiten. Fokussiere dich jedoch nicht nur auf den Namen des Unternehmens. Zeige diesem vielmehr, dass es dir um den Job als solchen geht. Ansonsten entsteht der Eindruck, dass Du dich durch die Position in einem namhaften Konzern aufwerten möchtest und es dir nicht wirklich um die Aufgabenstellungen geht. Zeige, warum die Firma dich braucht und nicht, warum Du die Firma brauchst. 

4. Probleme mit den Kollegen und Vorgesetzten

Mobbing am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit und oftmals entsteht der Gedanke eines Jobwechsels aus eben dieser Situation heraus. Dass Du mit deinen Kollegen oder Chefs kein gutes Verhältnis aufbauen konntest, solltest Du im Jobinterview aber natürlich nicht erwähnen, auch wenn das Mobbing stets von anderen Personen ausging und Du das Opfer warst. Bleibe souverän und jammere nicht über deinen bisherigen Arbeitsplatz. Schnell könnte ansonsten der Eindruck entstehen, als seiest Du nicht teamfähig. Lasse schlechte Gedanken an deine alte Arbeitsstelle außen vor und zeige lieber, dass Du positiv in eine Zukunft in einem neuen Betrieb starten möchtest.

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