11.01.2018

Der Lebenslauf: So klappt es mit dem Vorstellungsgespräch

Anders als das Bild zur Person, ist der Lebenslauf immer noch das Gros für viele Personaler. Nicht selten wird dieser noch vor dem Motivationsschreiben angeschaut, um bereits eine erste Selektion der Bewerber vorzunehmen. Deshalb sollte dem Lebenslauf auch eine besonders große Beachtung geschenkt werden, sowohl hinsichtlich des optischen Aufbaus als auch mit Hinblick auf den Inhalt. 

Warum ist der Lebenslauf so wichtig?

Der Lebenslauf fasst alle wichtigen Personendaten, Erfahrungen, Fähigkeiten und Stationen des Bewerbers in übersichtlicher Form zusammen. Damit kann er von Personalern schnell und effizient verarbeitet und die Eignung des Bewerbers erstmals kalkuliert werden. Für diesen ist er damit so etwas wie seine eigene persönliche Visitenkarte und der erste Teil einer vielseitigen Bewerbung. Die Daten des tabellarischen Lebenslaufs helfen dem Arbeitgeber bei der Selektion, dem Bewerberindes um nicht schon vorab aussortiert zu werden. Umso wichtiger sich einmal näher damit zu befassen, wie dieser aufgebaut sein sollte. Zwar gibt es keine vorgeschriebene Norm, aber zumindest branchenübergreifende Standards.

Der Einsatz einer Lebenslauf Vorlage kann angehenden Arbeitnehmern helfen. Beide helfen sich einen ersten Überblick hinsichtlich der Gliederung, Länge und des Inhalts zu verschaffen. Speziell die Länge kann sich aber natürlich zwischen einzelnen Bewerbern unterscheiden, so werden Berufsanfänger und -einsteiger zum Beispiel immer einen kürzeren Lebenslauf haben als solche, die bereits mehrere ausgefüllte Positionen, Verantwortungen und Erfahrungen vorzuweisen haben. Unabhängig von der Länge gilt es eine Form zu wählen, die für den Personaler weiterhin gut verständlich ist. Bei angehenden Azubis nimmt der Lebenslauf eine etwas weniger wichtige Stellung ein, denn hier sind vor allem das Anschreiben und die kürzlich erlangten Zeugnisse entscheidend, da berufliche Erfahrungen, wenn überhaupt, nur in geringem Maß existieren.

Optischer Aufbau: Übersicht als wichtigstes Kriterium beim Lebenslauf

Speziell beim Design sollten es Bewerber in vielen Branchen nicht unnötig übertreiben, die Ausnahme sind hier eventuell Grafiker und generell kreative Berufe, wobei ein tabellarischer Aufbau in diesen Branchen ebenfalls nicht verkehrt ist. Wird ein Bild mitgeliefert, findet sich dieses für gewöhnlich im oberen Teil an der rechten Seite. Heutzutage ist das persönliche Bild keine Voraussetzung mehr, von vielen Arbeitgebern wird es aber dennoch positiv aufgenommen. Wer sich direkt von seiner Schokoladenseite zeigen möchte, sollte dafür oben rechts den notwendigen Platz einkalkulieren. Auf sonstige großartige gestalterische Highlights gilt es zu verzichten, wenn diese der Übersicht schaden würden. Viel mehr geht es bei dieser Anlage um eine verständliche und immer sehr einfach zu erfassende Auflistung aller notwendigen Infos. Die Stelle, auf die sich beworben wird, gilt es ebenfalls direkt im oberen Teil zu erwähnen. Der jeweilige Stichpunkt dazu könnte zum beispiel "Angestrebte Position" heißen.

Der spezifische Aufbau kann sich zwischen den Lebenslauf Vorlagen unterscheiden, die populärste Variante in Deutschland sieht vor, dass links die jeweiligen Stichpunkte/Themenfelder erwähnt werden, während rechts dann die persönlichen Informationen dazu erfasst sind. Der Aufbau ähnelt damit einer Tabelle und lässt sich sehr leicht von der HR-Abteilung verstehen und erfassen. Ein anderer, kreativerer Aufbau im Lebenslauf ist ebenfalls denkbar, beispielsweise wenn sich das Bild mitsamt der Anschrift, Position und den Kontaktdaten links befindet, während die Daten rechts untereinander erfasst werden. Hier benötigt es dann aber weiteres gestalterisches Können, um trotz dem Verzicht einer tabellarischen Auflistung dennoch weiterhin die Übersicht zu wahren. In der traditionellen Form werden die Adresse und weitere Kontaktdaten direkt oben gelistet, ähnlich wie bei einem Brief.

Weitere wichtige Inhalte, die in einer Bewerbung elementar sind

Die meisten Personalbeauftragten, vor allem in Unternehmen mit niedrigerem Durchschnittsalter oder beispielsweise in Start-Ups, wünschen sich den Aufbau eines amerikanischen Lebenslaufs. Bei diesem wird zuerst die gewünschte Position dargelegt, danach folgen die beruflichen Stationen des Kandidaten. Der zuletzt gehaltene Job führt die Auflistung an, sie endet mit der ältesten gehaltenen Stelle. Im Zuge dessen gilt es zu erwähnen, von wann bis wann diese Position besetzt wurde, wie der exakte Stand/Titel lautete und gegebenenfalls noch welche Kernaufgaben ausgeführt wurden. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich nicht versehentlich Lücken ergeben, außer es gab tatsächlich Zeitpunkte der Arbeitslosigkeit. 

Vorlagen eines Top-Lebenslaufs sehen dann vor, dass die Ausbildung übersichtlich gelistet wird. Im Segment zur Ausbildungwerden sowohl schulische als auch berufliche Werdegänge erfasst. Wieder wird jeweils mit dem Datum der zeitliche Rahmen dokumentiert, es reicht an dieser Stelle die Auflistung von Monat und Jahr, eine weitere Eingrenzung ist nicht erforderlich. Die zuletzt erhaltene Ausbildung befindet sich ganz oben und wird durch ältere Aus- sowie Fortbildungen beziehungsweise den schulischen Werdegang ergänzt. Praktika werden gesondert aufgelistet und gehören nicht in dieses Segment, sie sind aber unmittelbar im nächsten Teil zu erfassen.

Nun müssen die Kandidaten besondere Kenntnisse und Fähigkeiten niederschreiben. Was das für welche sind, ist ganz von dem Job und dem Kandidaten selber abhängig. Hier gilt zu beachten, dass das Prinzip der "Klasse statt Masse" mehr Erfolg verspricht. Es geht also nicht darum, einfach möglichst viele Kenntnisse aufzulisten, sondern diese auszuwählen, die tatsächlich für den Job erforderlich sind oder ein weiteres positives Licht auf den Kandidaten werfen. Personalbeauftragte wünschen sich also keine lange Liste mit allen möglichen Sachen, wo bereits Erfahrungen existieren, sondern eine Auswahl derer, die für den angehenden Arbeitgeber wertvoll sein könnten. Wer dafür Zertifikate erhalten hat, kann diese im nächsten Abschnitt unter einer neuen Überschrift auflisten und das Know-How damit noch einmal untermauern.

Weitere Ergänzungen sehen Informationen zu gesprochenen Sprachen und mitunter noch zu den Hobbys vor. Sprachen sind vor allem in international tätigen Unternehmen wichtig, mindestens Englisch sollte es heutzutage schon sein, wenn man sich bei solch einer Firma bewirbt. Zudem gilt es die Sprachkenntnisse immer genauer darzulegen, beispielsweise mit einem "verhandlungssicher", "fließend", "Grundkenntnisse" oder "Muttersprache". Wer lediglich einige Wörter einer Sprache spricht, sollte diese lieber gar nicht auflisten, um dem Personalbeauftragten hier nichts vorzumachen. Hobbys dürfen gelistet werden, ein Muss ist das aber nicht. Falls man das möchte, sollte man sich möglichst bemühen, nicht nur die Klassiker wie "reisen", "lesen" und "mit Freunden treffen" aufzulisten, dann kann man sie sich lieber direkt sparen. Wer relevante Interessen in seinem Privatleben hat, die sogar noch für den ausgeschriebenen Job förderlich wären, darf sie in diesem Abschnitt erwähnen.

Generelle Tipps zum Inhalt und der Auswahl vom Muster

Wer eine Vorlage beziehungsweise ein Muster nutzt, sollte sich bemühen, dass dieses dennoch eine persönliche Note bekommt, wenn sie auch nur geringfügig erkennbar ist. Zudem sollte die Optik des Lebenslaufs nicht "billig" wirken, so als wäre er nur kurz in Word zusammengeschustert worden. Bei einer Bewerbung müssen zudem alle gewählten Vorlagenoptisch aufeinander abgestimmt werden, beispielsweise mit Hinblick auf das Anschreiben. Aktive Formulierungen machen sich bezahlt, denn sie sprechen den Leser an und wirken dynamischer. Wer noch mehr Tipps und Anregungen benötigt, könnte sich auch im Bekannten- und Freundeskreis umschauen, besonders bei denen, die sich in ihrer Laufbahn schon auf mehrere Jobs erfolgreich beworben haben.

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