Jobsuche mit künstlicher Intelligenz: Sind Roboter die Recruiter der Zukunft?

09.08.2018

Jobsuche mit künstlicher Intelligenz: Sind Roboter die Recruiter der Zukunft? 

Die Jobsuche mit dem Durchforsten von Stellenangeboten inklusive Bewerbung erledigen ist für viele ein ungewisser und zeitaufwändiger Prozess. Bestimmt hast du gemerkt, dass sich in den letzten Jahren auf Jobbörsen einiges getan hat. Es könnte sogar behauptet werden, dass eine Science Fiction ähnliche Zukunft schon Realität geworden ist: Die Rede ist von Robot Recruiting. Können Roboter zukünftig eine Lösung für die Stellensuche auf dem Arbeitsmarkt sein? Hier kannst du dich mit diesem zukunftsorientierten Thema näher auseinandersetzen.

Robot Recruiting: eine definitorische Annäherung 

Es ist in den Medien immer wieder die Rede davon, dass trotz niedriger Arbeitslosigkeit deutlich mehr als eine halbe Million offene Jobangebote auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Und auf der anderen Seite haben Unternehmen trotz Jobbörsen mit enormer Reichweite durch den Fachkräftemangel Schwierigkeiten damit, Stellen mit qualifizierten Bewerbern besetzen zu können. Diese beiden Trends zeigen deutlich, dass es auf dem Weg zu einer angestrebten Anstellung für Bewerber und Unternehmen zukunftsfähigere Lösungen bedarf. Und genau in diesen Zusammenhang fällt das Konzept Robot Recruiting. 

Kurzes Update zu neuen Technologien für die Stellensuche

Aktuelle Untersuchungen zu Trends am Arbeitsmarkt zeigen, dass bis dato knapp 6 % der Unternehmen auf Robot Recruiting setzen. Es zeichnet sich gerade in großen Unternehmen aber ein deutliches Interesse ab, sodass Branchenkenner schon für das Jahr 2020 damit rechnen, dass diese Technologie einen zentralen Platz im Bewerbungsprozess einnehmen wird. Von den Top 1000 Unternehmen jedenfalls glauben mehr als Zweidrittel, dass Robot Recruiting in naher Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Von Science Fiction kann in dieser Hinsicht also keine Rede mehr sein...

Recruiting 4.0: Die Jobsuche im Wandel der Zeit

Auch wenn sich der Begriff sehr nach Science Fiction anhören mag, so verstecken sich bis dato hauptsächlich Algorithmen dahinter, die in Personalabteilungen den Analyse- und Auswahlprozess von Dokumenten bei einer Bewerbung (Lebenslauf etc.) beschleunigen können. Insofern kann Robot Recruiting jetzt schon eine zeit- und ressourcensparende Option sein, um die Aufgaben in Personalabteilungen zu beschleunigen. Und letztlich profitieren davon auch die Bewerber bei der Stellensuche bzw. der gesamte Arbeitsmarkt, da offene Stellen schneller mit geeigneten Fachkräften besetzt werden können. Dort, wo früher hunderte Bewerbungen mühevoll gelesen und bewertet werden mussten, können intelligente Programme heute zuverlässig eine Vorauswahl zusammenstellen. Und durch den Kontakt mit so genannten Chat Robotern wird die Jobsuche auch für Kandidaten eine andere.  

Was kann Robot Recruiting konkret leisten?

Was den Bewerbungsprozess aus Unternehmenssicht angeht, so können solche Programme etwa den Lebenslauf oder das Anschreiben in Bezug auf relevante soft skills analysieren. Gerade große Unternehmen haben so die Chance, eine Vielzahl an Bewerbungen innerhalb von kurzer Zeit zu prüfen. Denn wer will schon wochenlang warten, bis er eine Antwort auf eine Bewerbung erhält? Bei der Jobsuche kann das innovative Konzept Robot Recruiting aber noch andere Funktionen erfüllen. In dieser Hinsicht können Bewerber bei der Jobsuche Informationen über eine zu besetzende Stelle erhalten. Neu ist, dass kommunikative Chatprogramme im Bewerbungsprozess eine Art automatisierte Beratungsfunktion übernehmen können, indem etwa relevante Karriereoptionen in einem Unternehmen aufgezeigt werden. Die Technik von Chatbots ist mittlerweile so weit ausgereift, dass es bei der Jobsuche um mehr als nur Standardfloskeln geht. Realität und somit keinesfalls Science Fiction in Bezug auf offene Stellenangebote ist es, dass Kandidaten sehr konkrete und individuelle Antworten auf Fragen erhalten. Nur so haben Unternehmen jenseits von Jobbörsen die Chance, sich die besten Talente zu sichern. Wer viel von neuen Mitarbeitern erwartet, sollte beim digitalen Bewerbungsprozess auch vorangehen und neue Wege ermöglichen.  

Wie funktioniert Robot Recruiting in Zusammenhang mit Stellenangeboten?

Wer sich auf Jobsuche begibt, wird Robot Recruiting auf immer mehr Karriereportalen von Unternehmen finden. Sehr beliebt sind in diesem Zusammenhang so genannte Chatbots. Das sind Roboter, die eine kommunikative Funktion im Bewerbungsprozess erfüllen. Ein Chatbot hat die Aufgabe, möglichen Kandidaten für Jobangebote wichtige Fragen zu beantworten. So soll es wahrscheinlicher werden, dass sich Kandidaten tatsächlich bei einem Unternehmen bewerben. Bewerber müssen also nicht die komplette Homepage durchsuchen oder beim Unternehmen anrufen, um umfassend informiert zu werden. Ein automatisiertes Chatprogramm kann Informationen zu Karriereoptionen, Weiterbildungsangeboten, (flexiblen) Arbeitszeiten und mit Blick auf Home-Office und Work Life Balance Angebote preisgeben. Aus wahrnehmungspsychologischer Sicht ergibt sich so der Vorteil, dass Kandidaten direkt angesprochen werden. Dadurch entsteht ein Gefühl von Persönlichkeit und Nähe: wichtige Voraussetzungen also, um einen Kandidaten zur Kontaktaufnahme zu bewegen!  

Wie weit kann Robot Recruiting bei der Jobsuche gehen?

Abgesehen von repräsentativen und kommunikativen Aufgaben können Roboter aber noch mehr im Bereich Human Ressources leisten und viele Prozesse digitalisieren bzw. revolutionieren. In dieser Hinsicht ist es nicht nur denkbar, dass Programme Bewerberdaten automatisch auswerten. Letztlich kann ein Roboter auch mit Blick auf eine Anstellung Entscheidungen treffen und Kandidaten 'rauswerfen', die nicht in Frage kommen. Natürlich versteht es sich von selbst, dass diese Personalentscheidungen nur so gut wie die Logik der Programmierung sein können. Insofern wird der Faktor Mensch auch beim Recruiting 4.0 weiterhin eine Schlüsselrolle einnehmen. Künstliche Intelligenz, die in diesem Bereich geschaffen und zielfokussiert genutzt werden soll, setzt eine ebenso intelligente Konzeption voraus. Nach wie vor muss der Recruiter genau definieren (können), welches Anforderungsprofil für Jobangebote sinnvoll ist bzw. was im Lebenslauf auftauchen sollte.  

Es lohnt sich, neue Wege bei der Jobsuche zu gehen 

Wer die Jobsuche schnell erledigen möchte, um eine neue Anstellung zu finden, wird Dienste von innovativen Plattformen wie skillue.com gerne nutzen. Du hast die Möglichkeit, dort deinen Marktwert ermitteln zu lassen und dich von Unternehmen finden zu lassen. Auch hier kommt die angesprochene Technik zum zielführenden Einsatz, denn Lebensläufe werden automatisch mit offenen Stellenangebotenen verglichen. Auf diese Weise werden aussagekräftige Matches gefunden, die die eine oder andere attraktive Karriereoption eröffnen. Bei der Suche nach Stellenangeboten hättest auch du bestimmt nichts dagegen, von Unternehmen angesprochen zu werden. Auch in dieser Hinsicht wird Robot Recruiting neue Optionen nutzbar machen, indem Kandidaten direkt angesprochen werden. Jetzt schon werden Profile auf Businessnetzwerken wie Xing mit dem Ziel der direkten Kandidatenansprache analysiert. 

Fazit: Sind Roboter die neuen (besseren) Recruiter? 

Experten sind sich einig, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis davon tatsächlich die Rede sein kann. Aktuell ist der Faktor Mensch im HR Bereich immer noch entscheidend. Und das ist auch gut so, schließlich muss im Bewerbungsprozess vor allem geklärt werden, ob die menschliche Chemie abgesehen von der fachlichen Qualifikation stimmt. Softwarelösungen sind in der Lage, objektive(re) Entscheidungen zu treffen, da unbewusste Vorbehalte nicht mit in die Auswahl einfließen, wie es beim 'menschlichen Recruiting' zweifelsohne der Fall ist. Die Potenziale für Unternehmen liegen auf der Hand, sodass mit Investitionen in diesem Bereich zu rechnen ist. HR Prozesse können beschleunigt und transparenter gestaltet werden. Zudem ergeben sich neue Wege, um hochqualifizierte Kandidaten proaktiv anzusprechen. Auch Bewerber können die Jobsuche durch neue technische Möglichkeiten schneller und zielfokussierter erledigen. In Zukunft wird es wohl öfter vorkommen, dass Unternehmen von sich aus auf Kandidaten zugehen. Vor diesem Hintergrund wird es durchaus eine neue, nette Bekanntschaft sein, mit Robotern im Bewerbungsprozess zu interagieren.

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